Freudsche Poesie
„Ich saß am Fenster und dachte hinaus.“
(Wolfgang bei der Schilderung, wie ihm aus heiterem Himmel die Lösung eines mathematischen Problems einfiel, das ihn wochenlang beschäftigt hatte)
„Ich saß am Fenster und dachte hinaus.“
(Wolfgang bei der Schilderung, wie ihm aus heiterem Himmel die Lösung eines mathematischen Problems einfiel, das ihn wochenlang beschäftigt hatte)
Weihnachten wie immer im Kreise der Familie. Prophylaktisch habe ich eine Erkältung mitgebracht. Meine Eltern müssen jetzt vermutlich eine Extrafahrt der städtischen Müllbetriebe ordern, weil ich über eine Million Papiertaschentücher vollgerotzt habe. Dafür musste ich außer meinen Nies-, Schnupf- und Hustenanfällen nicht viel mehr von mir geben. Irgendwie war mir das recht. Ich war nicht sehr gesprächig oder gesellig. Weihnachten wäre ja ganz schön, aber muss es unbedingt für alle zur selben Zeit sein? Und zu so einem blöden Termin? Also gerade jetzt, wo's mir so gar nicht passt. Und nicht mal Schnee gab's :-(
Vorhin fuhr ich mit dem Zug zurück und dachte so zu mir: "Hey, super: du bist der Grinch!"
Wenn ich nicht so im Stress wäre, hätte ich gestern pünktlich zu meinem Namenstag die Nicolelaus kreiert. So halt einen Tag zu spät. Oder 364 Tage zu früh.
Ähm, und wie ich mir das Ganze so anschaue, da fällt mir auf, dass das doch eher nach einem Floh aussieht, was ich da als Zeichenvorlage ausgegoogelt hab ... Toll: ein Nicolefloh. Wie peinlich! Irgendwie dachte ich doch schon die ganze Zeit, ich kenn das Tier - aus dem Pelz meiner Hundebestie ...
Was für eine Nachricht, die die dpa just veröffentlichte: Kunst macht sexy!
Kreative Menschen haben im Schnitt doppelt so viel Sexualpartner wie andere, stellten britische Forscher in einer Studie fest. Außerdem kamen sie zur Erkenntnis, dass Künstler und Dichter bestimmte Persönlichkeitsmerkmale mit Schizophrenen teilen. Und einige der Eigenschaften, die mit der Veranlagung für Schizophrenie einhergehen, steigern offensichtlich – so die Wissenschaftler – die sexuelle Attraktivität. (Wobei mir hier eigentlich noch der Zusammenhang zwischen sexueller Attraktivität und Sexualpartneranzahl fehlt – oder ist attraktiv gleich aktiv?)
Anyway, das mit den Parallelen zwischen künstlerisch inspirierten Geisteszuständen und Schizophrenie war mir auch schon aufgefallen. Ansonsten schaue ich mal, was passiert, wenn ich mich mal wieder kreativ fühle ...
Wer gewinnt wohl: Feder gegen Schwert - Kopfweh gegen Aspirin - Gott versus Satan - Urlaub contra Arbeit? Wer sonst nichts zu tun hat - bei googlefight.com kann man jedweden und jedwedes gegeneinander antreten lassen. Gezählt werden die Trefferzahlen, die das jeweilige Stichwort bei Google hat (Ich muss gestehen, ich benutze die Website immer dann, wenn ich zu faul bin, um nach dem Duden oder einem Lexikon zu suchen. Dann lasse ich halt mal Karussell gegen Karrusell antreten oder josef beuys gegen joseph beuys).
Um es schon mal vorweg zu nehmen: beim Fight Urlaub gegen Arbeit ist die Arbeit haushoch überlegen. Und das Kopfweh siegt über das Aspirin ...
Aber immerhin: die Feder schlägt das Schwert!
Meine ersten Gehversuche ohne Gips.
"Das hab' ich irgendwo schon mal gesehen", meint H-P. "Ach ja, wie heißt das Tier im Salat?"
Kennt jemand noch den Sprachkurs von SWR3 - Swedisch für Angefangene und Fortgeschrittene? Das waren Radio-Gags à la:
Was heißt Fliegenklatsche auf Schwedisch? - Snake-slage.
Und was heißt Hundehütte? - Töle Höhle.
Was heißt Windel? - Gülle Hülle.
usw.
Naja, ich fürchte, da muss man SWR-Hörer gewesen sein, um dem was abzugewinnen ...
Jedenfalls ist mir zu allem Überdruss auch noch einer eingefallen:
Was heißt Krankengymnastik auf Schwedisch?
- Sehne dehne.

Weitergehen ohne Beine ist die Überschrift eines Artikels in "Der Sonntag in Freiburg", von den Einheimischen "SiF", sprich "Siff" genannt. Im Text berichten Betroffene von ihren Beinamputationen.
Der Überschriftentexter kam sich vermutlich originell vor, mich hingegen - Achtung, jetzt kommt ein Sprachwitz auf ähnlichem Niveau - hat das voll auf dem falschen Fuß erwischt. Ich fand das nicht komisch!
Zynisch fand ich auch den Kommentar eines im Artikel zitierten Chirurgen: "Bei jüngeren Menschen, die keine Begleiterkrankungen haben, sind nach einer Amputation keine wesentlichen Einschränkungen zu erwarten." Einen kurzen bösartigen Augenblick lang habe ich es ihm gewünscht, ohne Beine einschränkungslos weiterzugehen.
Ich hingegen hänge seltsamerweise immer noch an meinen Beinen - und zu meiner großen Erleichterung - sie auch an mir.
Übrigens: bald darf ich wieder auf meinen eigenen zwei Füßen stehen und gehen!!
Irgendwie falle ich immer wieder durch ungebührliches Verhalten auf.
Zum Beispiel laufe ich im Sommer gerne barfuß. Und das nicht nur auf Wiesen oder am Strand, wo es gesellschaftlich noch angesehen ist, sondern ich gehe ohne Schuhe in die Stadt oder in den Supermarkt. Zwar merke ich, dass dies zu den Dingen gehört, die "man nicht tut", aber mir ist nicht ganz klar, wieso. Deshalb tue ich es trotzdem und lasse mich abschätzig mustern.
(Übrigens tanze ich auch barfuß. Heute vor sechs Wochen das letzte Mal ... Kurze Zeit später lag ich auf einer Behandlungsliege, und die Ärztin, die mir gerade mitgeteilt hatte, dass meine Achillessehne ab ist und ich zum nächstmöglichen Termin operiert werden muss, bedachte mich mit dem sehr sensiblen Kommentar: "Hätten Sie halt Schuhe getragen!")
Was man offensichtlich auch nicht tut, ist als "Krüppel" öffentliche Verkehrsmittel benutzen. Das Gefühl hat sich mir jedenfalls aufgedrängt, als ich aus dem Bus aussteigen wollte, und feststellte, dass der Höhenunterschied zwischen Ausstieg und Bordsteinkante zirka 50 Meter beträgt.
Aber ich bin ja zum Glück sportlich: 
Ich hatte schon lange das Gefühl, dass Schokolade zu mir spricht. Und dass ihre gleichbleibende Botschaft lautet: "Iss mich!"
Der Beweis für diesen Verdacht kam gestern per Post und in Form vieler kleiner Täfelchen, mit Genesungswünschen von meiner Schwester - danke Kati!
Wer könnte dieser Aufforderung widerstehen?



