Sonntag, Januar 07, 2007

Nadelöhr


Zugegeben, es ist spät geworden in der Nacht davor.
Aber das Kamel vor meinem Fenster war trotzdem kein Produkt meines ausschweifenden Nachtlebens, sondern begleitete offensichtlich die Heiligen Drei Könige durch die Freiburger Innenstadt.
Immerhin weiß ich jetzt, wo der Spruch "eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, ..." herrührt. Eigentlich muss er lauten: "Eher geht ein Kamel in einen Transporter, ..."



Wen's interessiert, wie man ein Kamel in einen Pferdetransporter bekommt: Mit Geduld. Sonst mit nix.

(ach, und übrigens: das Kamelschild habe ich auch in Freiburg fotografiert. Hier gibt es nichts, was es nicht gibt)

Donnerstag, Januar 04, 2007

Erwachsen


Es gibt kein noch so klitzekleines Stück Schokolade hier. Und das nicht, weil ich meine Weihnachtsschokolade schon gemampft hätte, nein schlimmer: Ich habe dieses Jahr gar keine bekommen!
Wo ich mich im Laufe der Zeit damit abgefunden hatte, dass man daheim immer Kind bleibt, egal wie alt man wird, bricht Tante Edith plötzlich mit der 40 Jahre alten Tradition einer prall mit Süßigkeiten gefüllten Weihnachtstüte. Meine kleine Schwester (36) und ich seien jetzt zu alt dafür, war ihr Argument.

Donnerstag, Dezember 21, 2006

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus

Heute ist die längste Nacht des Jahres.
Und der kürzeste Tag.


Dienstag, Dezember 19, 2006

Beim ganzen Umzugstrubel ging neben vielem anderen auch die Tatsache unter, dass ich am 1. Dezember eigentlich ein Jahr Selbständigkeit hätte feiern können. Aber das fiel mir erst zwei Wochen später ein. Und Rechnung Nr. 29 habe ich auch noch nicht geschrieben ...

Jedenfalls kann ich mir nach einem Jahr auf die Schulter klopfen und mir sagen, dass das eine der besten Ideen war, die ich je hatte. Kein Chef, kein Weckergebimmel, kein Achtstundentag, kein Gerenne aufs Arbeitsamt und keine Angst, den Job zu verlieren. Und für die größere Wohnung hat's auch schon gereicht.

Die Kehrseite: Selbst bei Arbeitskomprimierung auf zwei, drei, vier Stunden am Tag nie das Gefühl, Feierabend oder Wochenende zu haben. (Aber daran arbeite ich.)

Passend dazu kam heute über die Freiburger Freelancer "Eine kleine Geschichte über den Sinn des Lebens".


Ein Investmentbanker stand in einem kleinen mexikanischen Fischerdorf am Pier und beobachtete, wie ein kleines Fischerboot mit einem Fischer an Bord anlegte. Er hatte einige riesige Thunfische geladen. Der Banker gratulierte dem Mexikaner zu seinem prächtigen Fang und fragte wie lange er dazu gebraucht hatte.
Der Mexikaner antwortete: "Ein paar Stunden nur. Nicht lange."
Daraufhin fragte der Banker, warum er denn nicht länger auf See geblieben ist, um nach mehr zu fangen. Der Mexikaner sagte, die Fische reichen ihm, um seine Familie die nächsten Tage zu versorgen. Der Banker wiederum fragte: "Aber was tun Sie denn mit dem Rest des Tages?"
Der mexikanische Fischer erklärte: "Ich schlafe morgens aus, gehe ein bisschen fischen, spiele mit meinen Kindern, mache mit meiner Frau Maria nach dem Mittagessen eine Siesta, gehe in das Dorf spazieren, trinke dort ein Gläschen Wein und spiele
Gitarre mit meinen Freunden. Sie sehen, ich habe ein ausgefülltes Leben."

Der Banker erklärte: "Ich bin ein Harvard Absolvent und könnte Ihnen ein bisschen helfen. Sie sollten mehr Zeit mit Fischen verbringen und von dem Erlös ein größeres Boot kaufen. Mit dem Erlös hiervon wiederum könnten Sie mehrere Boote kaufen, bis Sie eine ganze Flotte haben. Statt den Fang an einen Händler zu verkaufen, könnten Sie direkt an eine Fischfabrik verkaufen und schließlich eine eigene Fischverarbeitungsfabrik eröffnen. Sie könnten Produktion, Verarbeitung und Vertrieb selbst kontrollieren.
Sie könnten dann dieses kleine Fischerdorf verlassen und nach Mexiko City oder Los Angeles und vielleicht sogar New York umziehen, von wo aus Sie dann Ihr florierendes Unternehmen leiten."
Der Mexikaner fragte: "Und wie lange wird dies dauern?"
Der Banker antwortete: "So etwa 15 bis 20 Jahre."
Der Mexikaner fragte: "Und was dann?"
Der Banker lachte und sagte: "Dann kommt das Beste. Wenn die Zeit reif ist, könnten Sie mit ihrem Unternehmen an die Börse gehen, Ihre Unternehmensteile verkaufen und sehr reich werden. Sie könnten Millionen verdienen."
Der Mexikaner fragte: "Millionen, und dann?"
Der Banker antwortete: "Dann könnten Sie aufhören zu arbeiten. Sie könnten in ein kleines Fischerdorf an der Küste ziehen, morgens lange ausschlafen, ein bisschen fischen gehen, mit Ihren Kindern spielen, eine Siesta mit Ihrer Frau machen, in das Dorf spazieren gehen, am Abend ein Gläschen Wein genießen und mit Ihren Freunden Gitarre spielen."


(hab ich das nicht vor Jahren so ähnlich schon im Kleinen Prinzen gelesen? Na egal, trotzdem noch aktuell)

Montag, Dezember 04, 2006

Ein Stück Heimat

Seit heute, 13:30 Uhr, habe ich wieder DSL-Anschluss!
Und schon fühle ich mich in der neuen Wohnung nicht mehr ganz so verlassen ...

Dienstag, November 21, 2006

Jahre später

Umziehen ist scheiße.
Da sitzt man (schon wieder, aber woanders) zwischen Millionen von Kartons mit der tröstenden Gewissheit, dass es höchstens noch vier Wochen dauert, bis 1&1 den DSL-Anschluss freigeschaltet hat. Und man sitzt außerdem mit Notbeleuchtung (größere Wohnnung = viel mehr Beleuchtungsbedarf als Lampen) auf dem Boden neben der Telekombuchse, weil das einzige Modemkabel, das aus irgendwelchen Kartonuntiefen aufgetaucht ist, gerade mal einen Meter lang ist.
Also bevor ich nicht im Bett surfen und mailen und bloggen kann, fühle ich mich nicht zu Hause.

Übrigens (jetzt kann ich's ja verraten): Grob überschlagen waren es 150 Kartons ...

Samstag, November 18, 2006

Die perfekte Küche

Küchenplanung ist doch einfacher, als ich es mir vorgestellt habe. Mit einem kleinen Programm eines nordischen Einrichtungshauses ist das ein Kinderspiel. Man zieht die gewünschten Möbel einfach an die passende Stelle und die Software fügt sie dort ein, wo sie am besten passen. Klappt prima! Und da die Elektrogeräte jetzt platzsparend an der Decke hängen, habe ich noch mehr Stauraum als erwartet!



Zum Kochen besorge ich mir dann wohl eine Leiter. Modell Fallnit.

Mittwoch, November 15, 2006

Umzug

Für alle, die sich wundern, dass man von mir gar nichts mehr hört (besonderen Gruß an Meggi). So sieht's grad aus:


Inmitten der Kartons steht jetzt noch eine kleine Insel mit einer Tasse Tee und einem Notebook. Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass man viel mehr wirklich braucht (an materiellen Dingen). Wenn ich ein paar Wochen unterwegs bin, passt alles Wichtige in einen Rucksack oder Satteltaschen. Daheim hat sich das Inventar trotzdem auf eine Million Dinge in xx Kartons angehäuft (die wahre Zahl nenne ich hier lieber nicht - nicht dass ich meine Umzugshelfer zu sehr erschrecke). Ich glaube, ich lasse die Kartons einfach zu, wenn ich umgezogen bin und warte mal ab, ob ich irgendwas davon vermisse.

Donnerstag, November 09, 2006

Die Macht der Werbung

Gestern bin ich den ganzen Nachmittag mit dem Metermaß aus meiner Werkzeugkiste in der Stadt rumgerannt und hab' mir den Kopf zermartert, wo ich noch ein Küchenstudio finde.
Heute habe ich mir zufällig mal das Metermaß angeschaut ...

Donnerstag, November 02, 2006

Mittwoch, November 01, 2006

CAOJFWOWZKAPN

Nein, ich bin nicht in der Tastatur verrutscht. Mir ist der Titel "CAOJFWOWZKAPN" am Montagabend verliehen worden - zusammen mit dem Goldenen Bleistift!

CAOJFWOWZKAPN ist die Abkürzung für Chief Agent of Jos-fritz-winter-oder-wenn-zu-kalt-alternativ- programm-newsletter. (Zum Hintergrund: Im Sommer 2005 fand sich eine kleine Gruppe von Hefeweizenfreunden regelmäßig am Montagabend im Hinterhof des Jos-Fritz-Cafés ein. Als es gegen Hallween etwas ungemütlich zum Draußenhocken wurde, sannen wir nach einer wärmeren Alternative. Etwas leichtsinnig machte ich den Vorschlag, wir könnten uns jeden Montag in einer anderen Kneipe treffen, und den jeweiligen Ort per Newsletter ankündigen. Der erste jos-fritz-winter-oder-wenn-zu-kalt-alternativ- programm-newsletter datiert vom 28.10.2006 - mittlerweile sind wir bei Nr. 49 - und dank einiger Doppelhoppers bei ca. 60 verschiedenen Kneipen und schätzungsweise 600 Hefeweizen angelangt.)

Wer die Urkunde nicht entziffern kann, aber gerne würde:
Gedankt wurde mir für meinen seit einem Jahr unermüdlichen Einsatz bei der Erstellung des Newsletters der Kongresstreffen des Statistical Hefeweizen-Event Rotating Locations Research Teams (Montagabendhefeweizensaufstammtisch).
Und weiter im Text:

  • Ganz besonders danken möchten wir ihr auch für Ihre humorvolle, kreative Umsetzung der Einladungen zu den Seminaren, die das Team zu immer wieder erstaunlichen wissenschaftlichen Höchstleistungen (Bierkonsum) anspornte.
  • Die umfangreichen Recherchen zur Auffindung stets neuer Forschungsstätten, wobei ihre Verbindungen zu exklusiven Kreisen uns hautnah mitten ins Geschehen versetzten und auch über die Grenzen Freibugs hinaus einen Einblick in den Makrokosmos der Bierschankbetriebe ermöglicht haben.
  • Ihre Arbeiten zur Analyse der Kommunikationstheorie, wie und unter welchen akustischen Bedingungen sich das Verhältnis von gelieferten hellen Weizenbieren zu bestellten dunklen unter besonderer Berücksichtigung der Waldhaus-Konstante entwickelt.

Mit dem Comic gab Thomas sein Debüt als Tooncamer.


Danke an Wolfgang, Thomas, Joe, Susanne, Silvia & Elso! Auf die nächsten 600 Weizen!

Dienstag, Oktober 17, 2006

Herbstmesse

Herbstmesse. Man kann mir nicht nachsagen, dass ich irgendeine Arbeitsvermeidungsmaßnahme auslassen würde.

Sonntag, Oktober 15, 2006

100 % Klischee

Heute mittag auf der Straße:
Wasserstoffblondine + BMW-Cabrio + zu dumm zum Autofahren kreativer Fahrstil, der mit begeistertem Gehupe gewürdigt wird.
Und als sei das alles nicht genug Klischee, auch noch dieses Kennzeichen:

Dienstag, Oktober 10, 2006

Klassentreffen

Musste in der ersten Stunde gegen den Impuls ankämpfen, die fremden Menschen, mit denen ich vor über 20 Jahren die Schulbank gedrückt habe, zu siezen.
Aber nach und nach kamen die bekannten Lausbuben- und Kleinmädchengesichter wieder zum Vorschein.

Alles in allem aber doch eine seltsame Leistungsschau.

Auf der Hitliste der Fragen, die mir gestellt wurden, ganz oben:
"Bist du verheiratet oder solo?"

oder auch gut:
"Hast du im Moment keine Familie?"

Gegen Abend war ich dann etwas mürbe und habe die später dazugestoßene Antje mit der Frage begrüßt: "Und, wie viele Kinder hast du?"

Funkstille

War im Urlaub. Drum die lange Funkstille.

War ohne Notebook und ohne Kamera unterwegs - 13 kg auf dem Buckel haben voll gereicht! (Aber einen Stapel Bücher musste ich trotzdem mitschleppen - ohne geht's irgendwie nicht)

Montag, August 21, 2006

Geburtstag!

triops' birthday: 3 month old Cindy

Heute gibt es einen Geburtstag zu feiern: Cindy, die letzte Überlebende meines Triopspärchen ist heute drei Monate alt geworden. Durchschnittliche Lebenserwartung eines Triops: 60 Tage. Ein Grund zum Feiern also.
(Und unter uns: Eigentlich habe ich das Triopsexperiment ja nur gestartet, weil ich darüber schreiben sollte. Aber diese hässlichen Viecher haben was. Mittlerweile bin ich so weit, dass ich mir ein kleines Aquarium zulegen will. Wenn es Cindy auch nicht mehr erlebt, dann doch immerhin ihre Kinder und Enkel und Urenkel etc.)

Mittwoch, August 16, 2006

Nicht nur glücklich, sondern rein

Und dann war da noch die Frau heute morgen auf dem Markt, die sich drei Mal versichern ließ, dass die Hühner der Marktbeschicker frei herumlaufen dürfen. Und dann die Hälfte der Eier sofort zurückgehen ließ, weil an ihnen Stroh klebte.

Montag, August 14, 2006

3-2-1

Woran merkt man, dass man anfängt, ebaysüchtig zu werden?

Wenn man morgens kurz vor dem Aufwachen durstgepeinigt davon träumt, Leitungswasser bei Ebay zu ersteigern.

(Der Preis war übrigens 3 Euro für den Liter. Ich hatte wirklich einen bösen Brand!)

Donnerstag, August 03, 2006

Freunde

Weil's so schön war, nochmal was aus Kindermund:
Ein ereignisreicher Tag mit Führung durchs Wasserschlössle, Spielmobil, Tretbootfahren, Minigolf, Eis essen. Auf der Heimfahrt frage ich die achtjährige Lara, was denn das beste für sie gewesen sei an diesem Tag.
Die Antwort kommt ohne zu zögern: "Wolfgang, du und Silvia!"

(im Wasserschloss)