Sonntag, April 30, 2006

Eseltreiben

Ich war auf Fotosafari, anlässlich eines Esel-Artikels für die Kinderseiten eines Familienmagazins. Die Esel waren derweil auch gerade mit dem Thema Familie beschäftigt ... wohingegen es für meine Begriffe eindeutig zu viel Familie im Tierpark gab.

Aber urplötzlich hatte ich endlich eine freie Schusslinie zum Fotografieren. Der Vater, der seinen mir gnadenlos im Weg rumhopsenden Kindern gerade noch erklärt hatte: "Das ist der Hengsti, der ist der Papi von allen", hatte es plötzlich sehr eilig, den Standort zu wechseln, als "Hengsti" in Aktion trat.




Meine Auftraggeberin gab sich da weniger prüde. Ich habe ihr gegenüber nur spaßeshalber bemerkt, dass ich auch noch ein Foto von kopulierenden Eseln hätte. "Schick mir das! Das kommt ins Heft! Und schreib noch was über Fortpflanzung von Eseln!"
Klassischer Fall von Eigentor ...
Aber ich habe mich dann einigermaßen herausgerettet und mich beim Thema Fortpflanzung auf Informationen zur Tragzeit und Geburt beschränkt. Ich finde, Details zur Aufklärung sollte ich den Eltern überlassen. Soll doch der Papi seinen Kindis erzählen, was der Hengsti mit seinem Schwanzi in der Stuti macht.

Sonntag, April 09, 2006

Falten sind gesund

Ich geb's zu: Ich habe die Brigitte gelesen. Sie war das kleinste Übel zwischen Gala, Bunte und Spiegel, den ich so direkt nach der Sauna auch nicht ertragen kann (zumal diese einheitlichen Lesezirkelumschläge nicht mal erkennen lassen würden, dass man direkt nach der Sauna tapfer den Spiegel studiert.) Jedenfalls stieß ich in der Brigitte auf eine Kolumne. Der Autor griff darin die Idee auf, jeden Abend drei Dinge aufzuschreiben, die er den Tag über gelernt hat. Meine spontane Reaktion: Spannend - das will ich auch mal machen! und gleichzeitig: Uups, lerne ich überhaupt drei Dinge an einem Tag?
Ich hab dann gleich mal die Probe aufs Exempel gemacht.

Drei Dinge, die ich an diesem Tag gelernt habe:

Erstens. Das Messie-Syndrom stammt aus der Steinzeit. Das stand auch im oben erwähnten Blatt. Und zwar, so wurde argumentiert, können wir nichts wegschmeißen, weil unsere Vorfahren nicht wie wir in Luxus und Überschuss lebten. Da ich selbst erbitterte Windmühlenkämpfe gegen den ganzen Kleinkram führe, den ich zwar schon jahrelang nicht mehr benutzt habe, aber irgendwann sicherlich mal brauche, halte ich das für einen nützlichen Ansatzpunkt, meinen inneren Urmenschen zu überlisten: Ich entledige mich einfach allem, was ein Höhlenbewohner auch nicht gebraucht hätte. Übrig bleiben müsste also: Schlafstatt, Kleiderschrank, Survivalmesser, Werkzeugkiste und mein Notebook (als logische Fortführung der Höhlenzeichnungen). Brigitte wird mein Leben umkrempeln, ich seh' es schon!

Tja, wäre ich bloß in der Sauna geblieben. Bin ich aber nicht. Und so habe ich als zweites gelernt, wie man eine panisch strampelnde Ziege festhält, während die Landtierärztin eine Hornamputation durchführt. Und ich habe gelernt, wie man so ein Horn mit einem brachialen Griff ... nein, das führe ich hier nicht weiter aus.

Offensichtlich ist kein Unfall zu blöd, als dass er einem nicht passieren könnte. Nicht nur, dass Ziegen sich mit Pferden anlegen und ihr Horn dabei einbüßen, nein auch Menschen sollten gefährliche Gegner wie zum Beispiel Bügeleisen meiden: Als ich, noch etwas blutbesudelt und geschockt von der Ziegenaktion mit der Straßenbahn nach Hause fuhr, stieg an der Haltestelle Josefskrankenhaus eine junge Frau mit einem frischen Gips bis unters Knie ein. Da Straßenbahnen ja nichts weiter als öffentliche Telefonzellen mit Sitzbänken sind, erfuhr ich zwei Haltestellen lang die Unfallgeschichte: Das Bügeleisen ist ihr vom Schrank gefallen und auf den Fuß geknallt. Und es war deutlich robuster als der Mittelfußknochen. Lernen wir also drittens: Falten sind gesund. Da fällt mir ein: Das Bügeleisen ist auch eins dieser Dinge, die ich seit Jahren nicht benutzt habe, aber immer denke, man könne es für irgendwas mal brauchen. Also weg damit! Einem Höhlenmenschen wäre so ein Missgeschick nicht passiert.

Donnerstag, März 09, 2006

Ende der Eiszeit

Tauwetter - und schon ist sie weg, die Schneepracht. Kürzlich bin ich ja mal beim Zappen in einer Sendung gelandet, in der es um die Gletscherschmelze und u. a. um die Nebenerscheinung ging, dass das ewige Eis immer häufiger lange Verschüttetes frei gibt - so was wie gut erhaltene Leichen, Flugzeugwracks, den heiligen Gral etc. Dieses Phänomen kann ich nach eigener Erfahrung bestätigen: Zwar gibt es im Breisgau nicht gerade sehr viele Gletscher - aber ich habe heute trotzdem die Überreste eines Dinosauriers im schmelzenden Schnee gefunden.

Montag, März 06, 2006

Schneebau GmbH

Die Schneemassen waren offensichtlich auch für die Alkis auf dem Stühlinger Kirchplatz inspirierend. Übernachtet hat dann aber doch keiner im Iglu.

Sonntag, März 05, 2006

Wintersportverhältnisse in der Innenstadt

Ich habe heute nicht schlecht gestaunt, als ich nach einem Tag Abwesenheit am späten Nachmittag nach Freiburg zurückkam: 100 km weiter nördlich hatten wir keine Ahnung davon, welche Schneemassen sich in der Zwischenzeit auf die Stadt gelegt hatten. Radfahren war wohl keine so gute Idee ...



Dafür bekam ich spontane Lust auf Wintersport in der Innenstadt. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal Langlauf gefahren bin, muss vier bis fünf Jahre her sein. Ich wusste nicht mal mehr, welche von den Skiern im Keller meine sind. Irgendwie ist der Schwarzwald immer sooo weit weg, dass ich es die letzten Winter nicht auf die Reihe gekriegt habe, mal hochzufahren. Oder es gab eh keinen Schnee. Wenn der Schnee also zu mir kommt, muss ich das wohl nutzen! Also hab' ich mir das nächstbeste Paar gegriffen und direkt vor der Haustüre angeschnallt. Die Hunderunde an der Dreisam gab's also heute auf Skiern.



Nach dieser wintersportlichen Premiere, die bei den Dreisamspaziergängern alle möglichen Reaktionen von großen Blicken bis Anfeuerungen hervorrief, konnte ich die bescheuerte Werbetafel auf dem Rückweg endlich wohlwollender betrachten.

Mittwoch, März 01, 2006

Brezelsegen


Am Faschingsdienstag findet nochmal ein großer Höhepunkt der Schramberger Fasnacht statt: der Brezelsegen. Einen solchen gibt's in der Tat: 30.000 Brezeln werden während der gesamten Fasnacht unters Volk gebracht (den Brezelsegen am Sonntag habe ich leider verpasst - der ist wohl noch beeindruckender als der am Dienstag). Das Geschehen selbst sieht für den Uneingeweihten wie ein kollektiver Geisteswahn aus, der um Punkt 16 Uhr über die Bürger hereinbricht. Dann nämlich strömen die "Hansel" aus dem Rathaus, ein jeder bewaffnet mit Brezelstecken. Jeder dieser Laugengebäckträger wird sogleich von Wartenden belagert, die wie irr vor dem Hansele herumhopsen und "Hoorig, hoorig isch die Katz*" brüllen. Man stelle sich also vor: ein Rathausplatz voller Narren im Häs**, die von wild hüpfenden Narren in Zivil mit Versen von haarigen Katzen vollgedröhnt werden. Die Hansel selbst hopsen dabei ebenfalls in schnellem Takt von Bein zu Bein und lassen die unzähligen Schellen klirren, die an ihrem Häs angebracht sind. Ein Erlebnis für Auge und Ohr gleichermaßen.
Eine Ortsansässige hatte das Geschehen im Vorfeld solcherart kommentiert: Sie stelle sich immer vor, ein UFO käme auf die Erde und ein Erkundungsteam landete mitten im Schramberger Brezelsegen. In dem Fall sähe sie schwarz für die Zukunft der Erde: "Diesen Planeten könnt ihr sprengen - die haben alle einen an der Klatsche!"

(* der ganze Text: Hoorig, hoorig, hoorig isch dia Katz. Un wenn dia Katz nit hoorig isch no g'fällt se dena Meidle nit.

**Häs = Narrentracht)

Da Bach na

Dieses Jahr habe ich mich tatsächlich mal voll in die traditionsreiche schwäbisch-alemannische Fasnet gestürzt - allerdings nicht in Freiburg, sondern in Schramberg, wo man noch seltsamere Bräuche pflegt.
Da wäre zum einen die "Da-Bach-na-Fahrt" (auf Hochdeutsch: den Bach hinunter-Fahrt), die seit 1936 auf dem Schramberger Flüsschen Schiltach stattfindet. 1936, so ist tradiert, entstand die Idee beim Frühschoppen und seither findet der Fasnachtsumzug der Schramberger auf dem Wasser statt. Das Grundgerüst sind Holzzuber (Brühzuber), die drei Wochen vor der Jungfernfahrt am Rosenmontag zu mehr oder weniger schwimmfähigen Fantasiegefährten umgebaut werden.

40 dieser Zuber dürfen an den Start, davon wird dann der Schönste/Originellste prämiert - dieses Jahr war's die unfreiwillige Feuerwehr.

Die Zuschauer sind derweil auch nicht ganz faul, sondern feuern die Fahrer mit "Patsch nass"- oder wahlweise "Furz trocka"-Rufen an. In diesem Fall eindeutig patschnass:

Mittwoch, Februar 22, 2006

Nettes Desaster

Wer immer schon mal eine Website unter Wasser setzen, mit Tomaten bewerfen oder mit Graffiti besprühen wollte: Netdisaster richtet ein nettes Desaster auf jeder Internetseite an. Besonders schön auch: die Funktion Textsucker, die jedes Fitzelchen Text von der Website saugt.

Donnerstag, Februar 16, 2006

Eins. Gelesen


Was bitte schön, ist das?
Habe ich eine Rechtschreibreform verpasst?
Ist der SWR gar nicht mehr der Südwestrundfunk, sondern der SchWeizer Rundfunk?
Oder ist Orthografie für Radiomacher eh kein grosses großes Thema, und ich bin mal wieder viel zu kleinlich mit meinem notorischen Rechtschreibfimmel?

Freitag, Januar 27, 2006

Gips macht sexy


Da sehe ich mir nach langer Zeit mal wieder meine Statistik der Blogbesucher an und es setzt mich doch fast auf den Hintern: Von quasi Null (die Besucherzahlen haben sich meiner Schreibfrequenz der letzten Zeit angepasst) auf 350 in einem Tag! Hoppla, dachte ich: Bin ich über Nacht unverdient zur Bloggerberühmtheit mutiert? Sind meine Fans so verzweifelt, dass sie mich mit Dauerhits bombardieren - oder ist das ein Hackerangriff auf meinen Blogdienst?

Ich schaue mir das also etwas genauer an: So ziemlich alle Besucher hatten meine Gipscomics zum Ziel und kamen von einem Forum, das sich "Brace und Cast" nennt. (Cast heißt Gips, das wusste ich sogar!, brace kann Zahnspange bedeuten, und wohl auch Arm- oder Beinschiene). Dort hatte ein User namens Gehgips freundlicherweise auf meine Gipsgeschichten hingewiesen. Sonnenklar, ein Forum für Gipslägrige und Krückenfiguren! Aus meiner eigenen Leidenszeit konnte ich das natürlich nachvollziehen, dass man sich über sein Handicap austauschen will - vor allem wenn man ja mit Gips blöd rumliegt und eh nix bessres zu tun hat. Nun ja, ich bin ja auch hoffnungslos naiv.

Eigentlich hätte es mich doch stutzig machen sollen, dass ...
- in diesem Forum 100 (!) Menschen gleichzeitig online sind (also ich kenne große Foren zu wichtigen Themen, da sind 20 zur selben Zeit eine ganz schöne Menge!)
- es diesen englischen Namen trägt, wo 'cast' und 'brace' nicht gerade zum Standardwortschatz gehören
- Rollstühle, Bandagen und Krücken unter "andere Fetische" gelistet waren (naja, ich dachte halt: "Die nehmen's aber mit Humor!")
- die Leute dort Fotos von ihren Gipsen veröffentlichen und beispielsweise darüber fachsimpeln, ob er mit "Tragespuren" besser wirkt.
- es dort Threads mit dem Thema "Outing" gibt ...
- es mich eigentlich immer schon verwundert hat, dass die meisten Besucher, die über Google kommen, nach "Gipsgeschichten" gegoogelt hatten (Also wer, bitte, sucht nach diesem Begriff? Und warum? Eigentlich war ich ja der festen Überzeugung, ich hätte dieses Wort überhaupt erst erfunden)

Irgendwann hat's dann aber doch geklingelt bei mir: Es muss nicht immer das kleine Schwarze sein - der dicke Weiße kann auch entzücken! Seltsam, aber wahr. (Hätte mir das jemand im Oktober erzählt - vielleicht hätte ich meine negativen Gipsgefühle modifizieren können - ist ja alles eine Frage der Einstellung, offensichtlich.)

Ich bin mir übrigens fast sicher, dass diese heimliche Leidenschaft in vielen noch ungeouteten Zeitgenossen schlummert. Wenn ich daran denke, wie oft ich mit meinem Gips von Wildfremden angequatscht worden bin ... Und kaum war der Gips weg: nichts mehr dergleichen. Gips macht sexy, da haben wir's.

Mittwoch, Januar 25, 2006

Frosttrotz in Freiburg

Irgendwie schön, im Süden zu leben, und wenn's nur der Süden Deutschlands ist. In Freiburg jedenfalls gibt man sich dem mediterranen Flair beim geringsten Sonnenstrahl hin und hockt sich auch bei Minusgraden ins Straßencafé. Und sei's mit Handschuhen und Kuscheldecke. Ach, ich liebe diese Stadt!



Mittwoch, Januar 11, 2006

Frühwerk

Eigentlich habe ich ja die ganze Zeit geglaubt, meine Gipslägrigkeitgeschichten seien meine ersten Zeichenanwandlungen seit der Schulzeit gewesen. Doch jetzt habe ich beim Rumkrusteln ein Frühwerk gefunden - auf einer Postkarte, die ich 1992 aus Ägypten an meine WG geschickt habe.






(engl. fan = Ventilator)

Mittwoch, Dezember 28, 2005

Freudsche Poesie

„Ich saß am Fenster und dachte hinaus.“


(Wolfgang bei der Schilderung, wie ihm aus heiterem Himmel die Lösung eines mathematischen Problems einfiel, das ihn wochenlang beschäftigt hatte)

Montag, Dezember 26, 2005

Weihnachten im Familienexil II

Weihnachten wie immer im Kreise der Familie. Prophylaktisch habe ich eine Erkältung mitgebracht. Meine Eltern müssen jetzt vermutlich eine Extrafahrt der städtischen Müllbetriebe ordern, weil ich über eine Million Papiertaschentücher vollgerotzt habe. Dafür musste ich außer meinen Nies-, Schnupf- und Hustenanfällen nicht viel mehr von mir geben. Irgendwie war mir das recht. Ich war nicht sehr gesprächig oder gesellig. Weihnachten wäre ja ganz schön, aber muss es unbedingt für alle zur selben Zeit sein? Und zu so einem blöden Termin? Also gerade jetzt, wo's mir so gar nicht passt. Und nicht mal Schnee gab's :-(
Vorhin fuhr ich mit dem Zug zurück und dachte so zu mir: "Hey, super: du bist der Grinch!"

Sonntag, Dezember 25, 2005

Dienstag, Dezember 20, 2005

Arbeitsvermeidungsstrategien ...

... darin bin ich richtig gut.
Heute zum Beispiel: der Welt zeigen, dass auch ich einen Weihnachtsbaum habe. Sogar mit Christbaumkugeln und Lichtern. Und mit USB-Anschluss.
Nicht dass ich dafür Zeit hätte. Aber gemeinerweise ist die Motivation für Unfug bei mir immer viel größer ...

Freitag, Dezember 09, 2005

Genauer betrachtet ...

... da fällt mir ein: Schon lange keine Hundebestienfellflohkontrolle mehr gemacht:

dachte ich es mir ...

Mittwoch, Dezember 07, 2005

Gruß von der Nicolelaus

Wenn ich nicht so im Stress wäre, hätte ich gestern pünktlich zu meinem Namenstag die Nicolelaus kreiert. So halt einen Tag zu spät. Oder 364 Tage zu früh.



Ähm, und wie ich mir das Ganze so anschaue, da fällt mir auf, dass das doch eher nach einem Floh aussieht, was ich da als Zeichenvorlage ausgegoogelt hab ... Toll: ein Nicolefloh. Wie peinlich! Irgendwie dachte ich doch schon die ganze Zeit, ich kenn das Tier - aus dem Pelz meiner Hundebestie ...

Mittwoch, November 30, 2005

Kreative Menschen haben mehr Sex

Was für eine Nachricht, die die dpa just veröffentlichte: Kunst macht sexy!
Kreative Menschen haben im Schnitt doppelt so viel Sexualpartner wie andere, stellten britische Forscher in einer Studie fest. Außerdem kamen sie zur Erkenntnis, dass Künstler und Dichter bestimmte Persönlichkeitsmerkmale mit Schizophrenen teilen. Und einige der Eigenschaften, die mit der Veranlagung für Schizophrenie einhergehen, steigern offensichtlich – so die Wissenschaftler – die sexuelle Attraktivität. (Wobei mir hier eigentlich noch der Zusammenhang zwischen sexueller Attraktivität und Sexualpartneranzahl fehlt – oder ist attraktiv gleich aktiv?)

Anyway, das mit den Parallelen zwischen künstlerisch inspirierten Geisteszuständen und Schizophrenie war mir auch schon aufgefallen. Ansonsten schaue ich mal, was passiert, wenn ich mich mal wieder kreativ fühle ...

Montag, November 21, 2005

es schreitet weiter fort...

Ich wurde gefragt, was denn als nächstes käme - eine lahme Ente?
Stimmt irgendwie: nach drei Wochen Krankengymnastik fühle ich mich wie eine Ente mit Holzbein.

Freitag, November 11, 2005

Fortschritte

Bye, bye, Gips!



Keine Krückenfiguren mehr ...

Sonntag, November 06, 2005

Googlespielchen

Wer gewinnt wohl: Feder gegen Schwert - Kopfweh gegen Aspirin - Gott versus Satan - Urlaub contra Arbeit? Wer sonst nichts zu tun hat - bei googlefight.com kann man jedweden und jedwedes gegeneinander antreten lassen. Gezählt werden die Trefferzahlen, die das jeweilige Stichwort bei Google hat (Ich muss gestehen, ich benutze die Website immer dann, wenn ich zu faul bin, um nach dem Duden oder einem Lexikon zu suchen. Dann lasse ich halt mal Karussell gegen Karrusell antreten oder josef beuys gegen joseph beuys).
Um es schon mal vorweg zu nehmen: beim Fight Urlaub gegen Arbeit ist die Arbeit haushoch überlegen. Und das Kopfweh siegt über das Aspirin ...
Aber immerhin: die Feder schlägt das Schwert!

Dienstag, November 01, 2005

Vom Regen in die Traufe

Passend zu Allerheiligen:
(Für bessere Darstellung bitte Bild anklicken und vergrößern)

Gehversuche

Meine ersten Gehversuche ohne Gips.
"Das hab' ich irgendwo schon mal gesehen", meint H-P. "Ach ja, wie heißt das Tier im Salat?"

Samstag, Oktober 29, 2005

Swedisch für Angefangene

Kennt jemand noch den Sprachkurs von SWR3 - Swedisch für Angefangene und Fortgeschrittene? Das waren Radio-Gags à la:
Was heißt Fliegenklatsche auf Schwedisch? - Snake-slage.
Und was heißt Hundehütte? - Töle Höhle.
Was heißt Windel? - Gülle Hülle.
usw.

Naja, ich fürchte, da muss man SWR-Hörer gewesen sein, um dem was abzugewinnen ...

Jedenfalls ist mir zu allem Überdruss auch noch einer eingefallen:
Was heißt Krankengymnastik auf Schwedisch?
- Sehne dehne.

Donnerstag, Oktober 27, 2005

Was nach der Vogelgrippe geschah ...

Kaum war die Vogelgrippe überwunden, wurde die Menschheit von einer gefährlichen Influenzawelle heimgesucht. Der Rat der Internationalen Federviehorganisation (RIFO), Abteilung Seuchenschutz, leitete unverzüglich Sofortmaßnahmen ein.

vogelgrippe

Mittwoch, Oktober 26, 2005

Weitergehen ohne Beine


Weitergehen ohne Beine ist die Überschrift eines Artikels in "Der Sonntag in Freiburg", von den Einheimischen "SiF", sprich "Siff" genannt. Im Text berichten Betroffene von ihren Beinamputationen.
Der Überschriftentexter kam sich vermutlich originell vor, mich hingegen - Achtung, jetzt kommt ein Sprachwitz auf ähnlichem Niveau - hat das voll auf dem falschen Fuß erwischt. Ich fand das nicht komisch!
Zynisch fand ich auch den Kommentar eines im Artikel zitierten Chirurgen: "Bei jüngeren Menschen, die keine Begleiterkrankungen haben, sind nach einer Amputation keine wesentlichen Einschränkungen zu erwarten." Einen kurzen bösartigen Augenblick lang habe ich es ihm gewünscht, ohne Beine einschränkungslos weiterzugehen.
Ich hingegen hänge seltsamerweise immer noch an meinen Beinen - und zu meiner großen Erleichterung - sie auch an mir.

Übrigens: bald darf ich wieder auf meinen eigenen zwei Füßen stehen und gehen!!

Sonntag, Oktober 23, 2005

Behindertensport

Irgendwie falle ich immer wieder durch ungebührliches Verhalten auf.
Zum Beispiel laufe ich im Sommer gerne barfuß. Und das nicht nur auf Wiesen oder am Strand, wo es gesellschaftlich noch angesehen ist, sondern ich gehe ohne Schuhe in die Stadt oder in den Supermarkt. Zwar merke ich, dass dies zu den Dingen gehört, die "man nicht tut", aber mir ist nicht ganz klar, wieso. Deshalb tue ich es trotzdem und lasse mich abschätzig mustern.

(Übrigens tanze ich auch barfuß. Heute vor sechs Wochen das letzte Mal ... Kurze Zeit später lag ich auf einer Behandlungsliege, und die Ärztin, die mir gerade mitgeteilt hatte, dass meine Achillessehne ab ist und ich zum nächstmöglichen Termin operiert werden muss, bedachte mich mit dem sehr sensiblen Kommentar: "Hätten Sie halt Schuhe getragen!")

Was man offensichtlich auch nicht tut, ist als "Krüppel" öffentliche Verkehrsmittel benutzen. Das Gefühl hat sich mir jedenfalls aufgedrängt, als ich aus dem Bus aussteigen wollte, und feststellte, dass der Höhenunterschied zwischen Ausstieg und Bordsteinkante zirka 50 Meter beträgt.





Aber ich bin ja zum Glück sportlich:


Donnerstag, Oktober 20, 2005

backstreet never come-tour



grad per Mail reingekommen:

Liebe Medienpartner,
soeben erreichte uns folgende Nachricht:
Das geplante Konzert mit den
Backstreet Boys am 31. Oktober 2005 in der Messe Freiburg
muss aufgrund unvorhersehbarer technischer Schwierigkeiten abgesagt werden!


Da hätte ich ein Mal Freikarten ... :-(

Dienstag, Oktober 18, 2005

Vernasch mich!

Ich hatte schon lange das Gefühl, dass Schokolade zu mir spricht. Und dass ihre gleichbleibende Botschaft lautet: "Iss mich!"
Der Beweis für diesen Verdacht kam gestern per Post und in Form vieler kleiner Täfelchen, mit Genesungswünschen von meiner Schwester - danke Kati!
Wer könnte dieser Aufforderung widerstehen?

Sonntag, Oktober 16, 2005

Die Macht der Gedanken ...

Kürzlich lag ich alleine im Bett (die Kälte hatte sich feige davon gemacht, als ich eine Wärmflasche mit unter die Decke nahm) und dachte so dies und das. Plötzlich überkam mich eine fürchterliche Gewissheit: Nur rumliegen und Chips und Schokolade futtern ... das hinterlässt Spuren ...

Ein Blick in den Spiegel bestätigte meinen Verdacht:
Ich bin völlig fett geworden!

Aber dann stand ich auf die Waage und stellte fest, dass ich ich gar nicht zugenommen habe!

... und sofort war ich wieder schlank!

... und hungrig!

Dienstag, Oktober 11, 2005

Endlich Gesellschaft!

Gestern wollte ich endlich mal wieder was im Haushalt tun. Also habe ich einbeinig den Kühlschrank geputzt.



















Aber dann habe ich kurz die Tür aufgelassen und die Kälte ist rausgefallen ...
... und sie hat sich das Beinchen gebrochen.


Jetzt habe ich endlich Gesellschaft!

Sonntag, Oktober 09, 2005

Samstag, Oktober 08, 2005

Gipsgeschichten VI

Ich war tanzen! Auf einem Bein und zwei Krücken - nun ja, drei Lieder lang (und zur Strafe tut mir jetzt das gesunde Bein auch noch weh ...).
Ein anderer Tänzer, nicht mehr ganz nüchtern, fühlte sich sofort bemüßigt, mir Kund zu tun, dass ihn das tooootal freue, mich tanzen zu sehen. Fand er "richtig klasse, du!" Iiieeh! Schüttel! Das war so was in der Richtung: Ach, sind sie nicht tapfer, die Behinderten! So wacker und lebenslustig!
Ich hab' ihm erzählt, dass mir mein Unfall schließlich beim Tanzen passiert ist, und dass ich mich meinem Feind schnellstmöglich wieder stellen muss (nicht dass ich davon etwa eine lebenslange Tanzphobie behalte). Er hat mir nicht geglaubt und ist beleidigt abgezogen.

Mittwoch, Oktober 05, 2005

Gestern Abend mit Joe in der Kneipe ...


weiblich, ledig, jung ... sucht?

Die Volksbank hat mir geschrieben: 10.000 Euro wollen sie mir leihen. Einfach so. Will ich aber nicht. Wollte den Werbebrief deshalb schon wegschmeißen, da entdecke ich den "Tipp" im Post-it-Layout:
Holen Sie sich den easyCredit zusammen mit einem Partner - das hat viele Vorteile.

Hmm, vielleicht sollte ich mal nachfragen, ob ich auch nur den Partner haben könnte, ohne den Kredit. Und was sie so zur Auswahl haben. Und vor allem: Ob ich dann bitte auch eine Garantie auf die "vielen Vorteile" bekomme.

Montag, Oktober 03, 2005

die spinne war fleißig


Wenn ich mir meine Bloggersporen verdient habe, werde ich auch mal Zeichenbefehle erteilen ... Aber bis dahin murks ich halt mal selber rum. Leide gerade eh an Kreativitätsüberschuss.

Sonntag, Oktober 02, 2005

gipsgeschichten V

Es ist höchste Zeit, dass ich wieder aktiver werde: Gestern Abend habe ich eine Spinne beobachtet, wie sie sich von meiner Bettdecke zur Hängelampe hochgehangelt hat. Ich komme mir vor wie eine Figur aus TOMs Postcartoons ...